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Ethik und Moral in der Familie


„Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterlande; aus dem Hause stammt die öffentliche Tugend!“ Diese Worte stammen vom Schweizer Schriftsteller Jeremias Gotthelf.

Man darf nie vergessen, dass das Fundament für verantwortungsvolle Bürger auf diesem Planeten nicht an den Universitäten gelegt werden kann. Nicht einmal in den Schulen ist dies möglich. Wenn das erste Umfeld der Kinder aus Unmoral, Lieblosigkeit, Gleichgültigkeit und Streitsucht besteht, wie schwer ist es dann für Schulen und Universitäten eine hohe Ethik und Moral im Inneren eines bereits geprägten Menschen zu verankern?

Die Vorbildfunktion von Eltern und Verwandten kann nicht genügend betont werden. Es ist die einzige wirklich verlässliche Methode, Kindern etwas Dauerhaftes mit auf den Lebensweg zu geben. Kinder achten ihre Eltern, sie blicken zu ihnen auf. Was sie bei ihnen erleben, wie sie sich geben, wie sie miteinander umgehen, wie sie Probleme lösen, ja sogar wie sie miteinander streiten – alles wird für sie in wenigen Jahren zum Maßstab, mit dem sie ihr Leben gestalten werden. So blicken sie auf ihre Kameraden in der Schule, so gehen sie mit den Tieren um, so behandeln sie die Natur!

Wenn junge Menschen verstehen lernen, dass alles, was von ihnen ausgeht, wieder auf sie zurückkommt (man kann es als das Gesetz von Saat und Ernte oder von Ursache und Wirkung bezeichnen), dann werden sie sich in manchen Situationen völlig anders verhalten. Was anderes als Verachtung kann aus Verachtung entstehen, was anderes aus Hass, denn Hass?

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