Ethik und Moral in der Medizin


Was der Lehrer für den Schüler ist – das ist der Arzt für den Patienten!

Der Lehrer kann nicht für die Schüler lernen und er ist auch nicht in der Lage, sie weise zu machen. Ebenso kann der Arzt selbst niemals heilen oder den Patienten gesund machen. Aber er ist dem Patienten Hilfe bei der Suche nach seiner Wahrheit und hilft ihm und unterstützt ihn, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Bild: Für Hippokrates war dies eine reine Selbstverständlichkeit und über viele Jahrhunderte waren die Ärzte von diesem Leitmotiv inspiriert und motiviert. Ohne über sein persönliches Wohlergehen nachzudenken ging der Arzt Nostradamus zu den Pestkranken und versorgte sie. Albert Schweitzer war mit seinen Gedanken ganz und gar bei der medizinischen Hilfe, die er dem Afrikanischen Kontinent in Lambaréné (Gabun) zukommen lassen konnte und viele bekannte und unbekannte Helfer haben in der Vergangenheit ihr ganzes Leben selbstlos in den Dienst am Kranken gestellt. Doch seit die Medizin sich so innig mit dem Geld und dem materialistischen Denken verbunden hat und Apparate und teure Medikamente Sachzwänge geschaffen haben, die ohne betriebswirtschaftliche Überlegungen nicht mehr zu meistern sind, ist die Medizin auf Abwege geraten. Jeder gewissenhafte Arzt muss das in seinem Innersten spüren und wahrnehmen, denn der Spagat zwischen den Praxisinvestitionen und Darlehenszahlungen an die Bank einerseits und dem uneigennützigen Interesse und der selbstlosen Hingabe für den Patienten andererseits wird immer breiter und schmerzhafter.

Wenn ein Arzt die Zeit, die er sich für einen Patienten nimmt, anhand seines wirtschaftlich geforderten Stundenumsatzes errechnet, dann wird auch jede Diagnose und anschließende Therapie oder Verordnung entsprechend beeinträchtigt und somit ist eine echte Medizin gestorben. Es wäre so, als sagten wir unserem weinend zu uns eilenden Kind: Ich habe fünf Minuten, was ist los?

Ethik und Moral fordern von Ärzten und allen in diesem Berufszweig verpflichteten Personen eine Neubesinnung und fundamentale Änderung ihrer Haltung. Wer diesen Beruf ergreift, um sozialen Status zu erklimmen oder finanzielle Sicherheit für sich zu erarbeiten, der wird in Zukunft ein schweres Auskommen haben. Die kranken Menschen haben genug von großspurigem Götzenkult im weißen Kittel. Sie suchen weltweit immer mehr nach wahrer medizinischer Betreuung, die auch Ursachenforschung für ihr Leiden beinhalten soll. Sie wollen wissen, warum sie krank sind und nicht nur welches wissenschaftliche Syndrom sie mit welchem Prozentsatz der Bevölkerung teilen. Ärzte müssen also wieder lernen, Menschen zu verstehen, auf sie einzugehen, ihnen zuzuhören, von sich selbst wegzudenken und sich um ihre Patienten zu kümmern – auch außerhalb der Sprechstunden und sogar in ihrer „Freizeit“. Ein Patient ist keine Ware und keine Werktagsbeschäftigung mit 35 Stunden Woche. Ein Patient ist ein Mensch in Not und die Frage wird sein, ob der Arzt helfen kann, ihn aus dieser Notlage herauszuführen.

So wie die Menschen die Umwelt und die Natur zerstört haben, so haben sie auch ihre eigene Gesundheit zerstört: Durch ein Leben mit negativen Gedanken und Empfindungen wie Habgier, Wut, Neid, Eifersucht, Jähzorn, Streitsucht, Rechthaberei etc. und durch viele belastende äußere Umstände wie Elektrosmog, Ozon, Chemikalien, aber auch Bequemlichkeit und Hektik, falsche Ernährung, Genussmittel und krankmachende Gewohnheiten.

Eine neue Medizin ...


Eine menschengerechte ethisch-moralische Medizin wird in Zukunft helfen können, weil sie wieder ehrlich wird und wahrheitsbezogen denkt und rät. Es nützt nichts, wenn der Arzt dem Patienten aus Höflichkeit oder falscher Rücksichtnahme verschweigt, warum er krank ist. Das Verordnen eines Medikaments kann zwar notwendig sein, aber noch viel wichtiger wäre es, den Patienten darüber aufzuklären, was ihn krank gemacht hat. Also sollte sich der Arzt ganzheitlich über Ursachen und Entstehung der Krankheiten weiterbilden – ein Leben lang!

Natürlich setzt dies voraus, dass der Patient eine ganzheitliche Medizin überhaupt sucht. Die Haltung ist immer noch sehr weit verbreitet, dass der Patient den Arzt als Fachmann sieht, der sich etwas einfallen lassen soll, schließlich hat er ja studiert und verdient viel Geld damit. Diese Einstellung ist hoffnungslos veraltet und solange es solche Patienten gibt, werden auch entsprechende Ärzte ihre Praxen betreiben. Der Paradigmawechsel, also die fundamentale Erneuerung in der Medizin wird nicht in erster Linie von der Hochschule und von den Ärzten ausgehen, sondern von den Patienten, die eine andere, eben ganzheitlich wesenbezogene Medizin wünschen und sich entsprechend mit dieser auseinandersetzen.

Wenn der Patient seiner Krankheit auf den Grund gehen will, wird er auch einen Arzt finden, der ihm dabei helfen kann, dorthin zu finden. Diese Medizin beinhaltet das Einheitsbewusstsein von Patient und Arzt, einen wichtigen Aspekt von Ethik und Moral. Solange der Arzt die Krankheitsursache als Vorwurf oder Schuldzuweisung gegenüber dem Patienten formuliert oder selbst in seinem eigenen Leben die ethisch-moralischen Grundlagen nicht erfüllt, wird er dem Patienten keine Hilfe sein und sich auf seine Apparate und Medikamente stützen müssen. Der Arzt jedoch, der sich in seinem Leben Souveränität und Integrität erarbeitet hat, kennt dadurch sich selbst und wird auch seinen Patienten erkennen und ihm somit helfen können.

Krankheit ist fortschreitende Energiearmut in einem Organ oder in einem Bereich des Organismus. Die traditionelle chinesische Medizin hat in hervorragender Weise diese Energieströme erkannt und darauf ihre Jahrtausendealte Medizin gegründet, die bis in die heutige moderne Zeit hinein ihre Bedeutung erhalten hat. Immer mehr Ärzte wenden sich Aspekten dieser energetischen Medizin zu und lernen ein neues Denken, um Heilung herbeizuführen. Aber noch weiter dahinter liegen Energieformen, die nur noch vom Kranken selbst beeinflusst werden können und dabei handelt es sich um die feinsten aber wirkungsvollen Energien der Gedanken und Empfindungen. Hier hat der Arzt eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe, mit seinem Rat rechtzeitig hilfreich zur Seite zu stehen, denn die Umkehr von dem, was den Patienten krank gemacht hat, kann ihn auch wieder gesund machen oder seine Krankheit zu tragen helfen.

Ethik und Moral in der Medizin heißt also den hilfesuchenden Menschen mit seinem ganzen Wesen von Körper, Seele und Geist in den Mittelpunkt der ärztlichen Betrachtung und Fürsorge zu stellen und ehrlichen Herzens und mit klarem Verstand den Patienten zu beraten und zu begleiten. Wenn es den Ärzten der Zukunft - im Sinne eines Vorbildes und „Lebensberaters“ - gelingen wird, die Menschen wieder in ihren Gedanken und Empfindungen gesund zu machen, dann werden nicht nur die Selbstheilungskräfte im Körper der Patienten wieder zur Gesundheit führen, sondern - weil alles in allem in der großen kosmischen Einheit enthalten ist - wird sich auch die Natur wieder aufbauen und die Tierwelt Frieden finden.

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