Die Goldene Regel Seit Menschengedenken ist die Goldene Regel der ethische Grundgedanke in allen Großen Religionen. Es ist erstaunlich, dass der beinahe jedem Kind bekannte Leitspruch
Was Du willst, dass andere Dir tun,
das tue Du ihnen zuerst!
oder
Was Du nicht willst, dass man Dir tu',
das füg' auch keinem anderen zu!
sich wie ein roter Faden durch die Lehre von Ethik und Moral aller Weltreligionen und Kulturen zieht. Tausende von Jahren wurde dieser einfachste und jedermann verständliche Inhalt ethisch-moralischen Zusammenlebens den Menschen immer und immer wieder nahegebracht, und man kann nun doch wirklich nicht sagen, dass das Praktizieren dieses Leitspruches zu schwierig oder gar unverständlich sei.
Wenn also dieser ethische Kernsatz allen Religionen und Kulturen rund um den Globus gemeinsam ist, gleichermaßen der globale ethische Wesenskern, was suchen wir denn noch nach weiterer Übereinstimmung, um in Achtung und Respekt voreinander und miteinander auf diesem Planeten zu leben? Leben wir doch einfach einmal konsequent nach dieser Maxime, die sowohl hinduistisch, wie buddhistisch, wie jüdisch, wie chinesisch, wie christlich, wie islamisch ist! Der ganze Planet kann dadurch nur gewinnen.
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" ... dass die [menschliche] Natur nur gut ist, wenn sie nicht anderen antut, was ihr selbst nicht bekommt." Dadistan-i-Dinik 94,5 (Zarathustra, um ca. 1000 v. Chr., Persien)
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"Was alles Dir zuwider ist, das tue auch nicht anderen an." Shayast-na-Shayast 13,29 (Zarathustra, um ca. 1000 v. Chr., Persien)
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"Verletze nicht andere auf Wegen, die Dir selbst als verletzend erschienen." Udana-Varga 5, 18 (um 600 v. Chr., Buddhismus)
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"Ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist, soll es auch nicht für ihn sein; und ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist, wie kann ich ihn einem anderen zumuten?" Samyutta Nikaya V, 353.35 - 354.2 (um 600 v. Chr., Buddhismus)
***"Ein Wort, das als Verhaltensregel für das Leben gelten kann, ist Gegenseitigkeit. Bürde anderen nicht auf, was Du selbst nicht erstrebst." Lehre vom Mittleren Weg 13, 3 (Konfuzius, um 500 v. Chr., China)
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"Gleichgültig gegenüber weltlichen Dingen sollte der Mensch wandeln und alle Geschöpfe in der Welt behandeln, wie er selbst behandelt sein möchte." Sutrakritanga I.11.33 (um 500 v. Chr., Jainismus)
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"Daher übt [der Weise] keine Gewalt gegen andere, noch heißt er andere so tun." Acarangasutra 5, 101-102 (um 500 v. Chr., Jainismus)
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"Dies ist die Summe aller Pflicht: Tue anderen nichts, das Dir Schmerz verursachte, würde es Dir getan." Mahabharata, 5,1517 (um 400 v. Chr., Hinduismus)
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"Was Dir selbst verhasst ist, das tue nicht Deinem Nächsten an. Dies ist das Gesetz, alles andere ist Kommentar." Talmud, Shabbat 31a (um 200, Judentum)
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"Alles, was Ihr für Euch von den Menschen erwartet, das tut Ihnen auch. "Bibel, Neues Testament, Matthäus 7,12 und Lukas 6,31(um 100, Christentum)
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"Niemand von euch ist ein Gläubiger, bevor er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst begehrt." 40 Hadithe (Sprüche Mohammeds) von an-Nawawi (um 900, Islam)
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